VOM SUCHEN UND FINDEN ERFOLGREICHER INNOVATION


Stakeholder fordern heute mehr denn je Wachstum und attraktive Leistungen. Deshalb kommen Unternehmen um permanente Innovation nicht umhin. Aber wie und wo sucht man nach den geeigneten Quellen für erfolgreich Neues? Trends, soziokulturelle Bewegungen, neue Geschäftsmodell-Muster können dabei eine wichtige Rolle spielen.

Entscheidend ist, dass ein Unternehmen die strategischen Optionen individuell richtig interpretiert und verarbeitet. Darüber hinaus sollte die eigene Marke in alle Überlegungen mit einfließen.

Dieser Artikel ist der 1. Teil einer dreiteiligen Serie zum Themenkomplex Marken-Innovation.

BRAND+ Vom Suchen und Finden erfolgreicher Innovation

1. THESE:

Wer nicht stetig innoviert, verschwindet im Meer der Bedeutungslosigkeit

Vor noch 5-10 Jahren konnten sich Unternehmen recht bequem auf den Erfolgen der Vergangenheit und eingefahrenen Geschäftsmodellen ausruhen. Lag die Wahrscheinlichkeit für börsennotierte Unternehmen in 20 Jahren im Aktienindex zu überleben im Jahr 1935 noch bei 90%, liegt diese im Jahr 2017 nur mehr bei 20%. Das heißt, die Geschwindigkeit des Wandels hat enorm zugelegt. Unternehmen aller Branchen sind gefordert sich ständig neu zu erfinden. Wer dies nicht tut, wird von der Marktdynamik empfindlich abgestraft.

Eine Marke wie Brockhaus – einst DIE Instanz bei mehrbändigen Nachschlagewerken in deutscher Sprache – hat den Fehler gemacht, sich zu stark auf die Produkte und den gewohnten Tätigkeitsbereich zu konzentrieren. Es fehlte die Weitsicht und auch die entsprechende Innovationskultur im Unternehmen. Brockhaus hatte keine rechtzeitige Antwort auf Rule Breaker wie Wikipedia und Google und blieb stur bei seinem Geschäftsmodell. Das konsequente Ignorieren der Digitalisierungsbewegung hat der Marke den Kragen gekostet.

Ein weiteres Beispiel für Stagnation ist Nokia. Die Saat für den Niedergang dieses vermeintlich unzerstörbaren Big Players ist in den großen Erfolgen seiner Vergangenheit zu finden. Indem das Unternehmen scheuklappenartig auf die Aufrechterhaltung bisheriger Erfolgsprinzipien beharrte, hat es die Marktveränderungen übersehen, die das damalige Enfant terrible aus Silicon Valley eingeleitet hat. Mit reinen Produktverbesserungen ließ sich Apple von Nokia dann nicht mehr schlagen. Aufgrund von Reaktionsunfähigkeit hat sich die Marke Nokia ihrer Zukunftsfähigkeit beraubt und sich von innen her zerstört.

Große Unternehmen sind träge und unflexibel. Wie schwerfällige Tanker manövrieren sie zu langsam und stellen damit die perfekte Angriffsfläche für junge, dynamische Unternehmen dar. Sobald aber ein Unternehmen eine einmalige oder gute Position in seiner Branche besetzt, muss es versuchen, sie zu verbessern oder andersartig zu interpretieren. Ansonsten wird es vom Wettbewerb eingeholt. Dafür ist Innovation heute ein wichtiges Mittel in allen Branchen und bei allen Unternehmensgrößen. Denn die Verbraucher sind es gewohnt immer Neues angeboten zu bekommen und erwarten es deshalb ganz selbstverständlich. Wer nicht innoviert, stagniert. Wenn die Marke in ihrer Entwicklung stehen bleibt, verliert sie bei den Kunden an Relevanz und verschwindet im Meer der Bedeutungslosigkeit.

MANAGEMENT-EMPFEHLUNGEN:

  • Schaffen Sie in Ihrem Unternehmen ein Bewusstsein für stetige Erneuerung

  • Demonstrieren Sie wie stark Ihnen das Thema Innovation am Herzen liegt

  • Seien Sie Vorbildfigur und initiieren Sie markenstärkende Innovationsprojekte!

2. THESE:

Die Auslöser für Innovation können vielfältig sein

Zur Erreichung von Großartigem ist es nicht immer entscheidend alle Zeit der Welt oder eine F&E-Abteilung zu haben. Not, Zufall, Zwang oder ein Problem können ebenso Auslöser für Außergewöhnliches, also auch für Innovation sein.

Bspw. wurde die Innovation Teebeutel zufällig bei der Lösung des Gewichtsproblems beim Versand von Teeproben entwickelt. Penicillin war eine Zufallsentdeckung des Bakteriologen Alexander Fleming. Viagra war ursprünglich als Mittel zur Behandlung von Bluthochdruck und Angina Pectoris gedacht. Und Kartoffelchips waren nichts anderes als das Ergebnis der Rache eines US-amerikanischen Chefkochs an einem pedantischen Gast.